Am 27. Januar 2025 wird in Aschaffenburg um die 15-jährige Angelina Alija gebangt. Das Mädchen wird seit Freitagabend, dem 24. Januar, vermisst, als sie ihre Wohngruppe im Bessenbacher Weg verlassen hat. Zuletzt wurde sie gegen 20 Uhr gesehen. Trotz intensiver Suchmaßnahmen der Polizei gab es bisher keinen Erfolg bei der Auffindung des Mädchens. Die Polizeiinspektion Aschaffenburg bittet die Bevölkerung um Mithilfe und Hinweise unter der Telefonnummer 06021/857-2230.
Angelina wird als etwa 165 cm groß und schlank beschrieben. Sie hat lange dunkle Haare und trug zuletzt dunkle Kleidung. Die Notlage, in der sich Angelina befindet, ist angesichts ihres Alters und des Umstands, dass sie als vermisst gilt, als potenziell gefährlich einzustufen. Insbesondere bei vermissten Minderjährigen geht die Polizei in der Regel von einer Gefahr für Leib oder Leben aus. Diese Einschätzung ist relevant, da das Bundeskriminalamt (BKA) klare Richtlinien hierzu hat, die die Sicherheitslage und gesetzliche Bestimmungen in Deutschland regeln. Es gilt: Vermisste Minderjährige werden in staatliche Obhut genommen, bis eine Rückführung zu den Sorgeberechtigten gewährleistet ist, so das BKA.
Weitere vermisste Personen in Aschaffenburg
Angelinas Fall ist nicht der einzige in der Region. Auch ein 71-jähriger Mann aus Aschaffenburg/Schweinheim wird seit Freitag vermisst. Dieser hatte seine Wohnung in der Odenwaldstraße verlassen und ist seither nicht mehr gesehen worden. Es wird angenommen, dass sich der Mann in einer psychischen Ausnahmesituation befindet. Er könnte mit einem blauen Pkw der Marke Citroen unterwegs sein, doch die genauen Umstände seines Verschwindens sind unklar. Die Polizei sucht auch hier aktiv nach dem Vermissten und bittet um Hinweise unter Tel. 06021/857-0.
Die statischen Daten der vermissten Personen in Deutschland sind alarmierend. Im Informationssystem der Polizei (INPOL) waren am 1. Januar 2024 rund 9.832 vermisste Personen registriert. Dabei gilt, dass die meisten Fälle innerhalb der ersten Woche geklärt werden können. Rund 50 % der Vermissten werden innerhalb von sieben Tagen gefunden, wobei mehr als 80 % innerhalb eines Monats geklärt werden.
Die Rolle des Bundeskriminalamts
Das BKA spielt eine zentrale Rolle in der Bearbeitung von Vermisstenfällen in Deutschland. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 koordiniert es die Fahndungen und unterstützt die örtlichen Polizeidienststellen. Dies beinhaltet nicht nur die Suche nach vermissten Personen, sondern auch die Identifizierung von unbekannten Leichen und hilflosen Personen. Die Straffung der Maßnahmen und die umfangreiche Vernetzung von Datenbanken ermöglicht es der Polizei, schnell und effektiv zu handeln, etwa wenn eine akute Gefahrenlage besteht.
Angesichts der aktuellen Vermisstenfälle in Aschaffenburg sind die rasant zunehmenden Zahlen von vermissten Jugendlichen und besonders unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) seit 2021 ein bedeutendes gesellschaftliches Thema. Im vergangenen Jahr wurden allein 4.200 UMF als vermisst gemeldet, wobei die häufigste Ursache für das Verschwinden das freiwillige Verlassen von Unterkünften war.
Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, in beiden Fällen wachsam zu sein und jegliche Hinweise, die zur Auffindung der vermissten Personen führen könnten, umgehend zu melden. Ihre Informationen könnten entscheidend für die Sicherheit der Betroffenen sein.
Updates zu diesen Fällen werden erwartet, da die Polizei und andere Behörden aktiv nach Lösungen suchen.
Für weitere Informationen und einen detaillierten Überblick zu Vermisstenfällen in Deutschland können Sie die Artikel auf inFranken, Polizei Bayern und BKA nachlesen.