Am 22. März 2025 fand in der Peißenberger Tiefstollenhalle die feierliche Freisprechung von 106 frischgebackenen Gesellen statt. Diese Veranstaltung wurde von hochrangigen Vertretern aus Handwerk, Politik und Bildung gewürdigt. Die Absolventen gehören verschiedenen Berufen an und zeigen damit die Vielfalt des Handwerks in der Region.
Unter den Absolventen wurden vier herausragende Innungssieger geehrt: Lukas Leupold (Anlagenmechaniker bei Gaßner Heizungs- und Sanitärtechnik, Oberau), Moritz Heine (Elektroniker bei Elektro Bauer, Polling/Etting), Jurgita Firsovaite (Feinwerkmechanikerin bei Diakonie Herzogsägmühle gGmbH, Peiting) und Dominikus Hipp (Metallbauer bei Breidenbach Metallbau GmbH, Peiting). Diese Auszeichnung ist ein Zeichen für die exzellenten Leistungen der jungen Handwerker.
Würdigung des Nachwuchses
Bürgermeister Frank Zellner betonte die Tatkraft und Innovationsfreude der Absolventen, während Landrätin Andrea Jochner-Weiß die immense Bedeutung des Handwerks für die Gesellschaft hervorhob. Knut Seelos, Leiter der Weilheimer Berufsschule, ermutigte die Absolventen, die ihnen gebotenen neuen Möglichkeiten aktiv zu nutzen. Heinz Tretter, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer, sprach humorvoll über den Start ins Berufsleben, was zur Auflockerung der festlichen Stimmung beitrug.
Den Abschluss der Reden bildete Bertold Romberg, stellvertretender Kreishandwerksmeister, der die Disziplin und den Einsatz der Absolventen lobte. Die Veranstaltung stellte nicht nur die Erfolge der 106 neuen Gesellen in den Vordergrund, sondern verdeutlichte auch die vielversprechende Zukunft, die das Handwerk bietet.
Vielfalt im Handwerk und Internationalität
Insgesamt können die Absolventen auf eine Reihenfolge von Qualifikationen zurückblicken: 43 Anlagenmechaniker, 34 Elektroniker, 15 Feinwerkmechaniker, 5 Maler und Lackierer sowie 16 Metallbauer. Diese Zahlen spiegeln eine gesunde und motivierte Nachwuchskraft im Handwerk wider, das eine entscheidende Rolle in der deutschen Wirtschaft spielt.
Das Handwerk in Deutschland umfasst rund 50.000 Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen auch ins Ausland vertreiben. Die wichtigsten Märkte sind vor allem europäische Nachbarländer, die hohe Qualitätsansprüche und individuelle Anforderungen stellen. Deutsche Handwerksorganisationen engagieren sich zudem international in der Unterstützung von Kammern und Verbänden in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie im Berufsbildungsexport. Über 90 Außenwirtschaftsexperten stehen bereit, um Handwerksunternehmen bei internationalem Handel zu unterstützen und bieten Ihre Expertise in rund 80 Ländern an. Dies unterstreicht das große Potenzial und die globale Vernetzung, die das Handwerk in der heutigen Zeit hat, wie auch ZDH berichtet.
Die Feier in der Tiefstollenhalle war somit nicht nur ein Anlass zur Freude für die Absolventen, sondern auch eine Bestätigung für die Zukunft des Handwerks in der Region und darüber hinaus.