Ein tragisches Lawinenunglück hat am 16. März 2025 die Alpenregion erschüttert. In den Dolomiten, auf dem berühmten Giau-Pass (Passo du Giau), wurden drei Skitourengeher von einer Lawine erfasst, während ein vierter Bergsportler den Vorfall beobachtete und sofort die Rettungskräfte alarmierte. Laut Rosenheim24 geschah dies auf einer Höhe von 2300 Metern, als die Gruppe in einem gefährlichen Geländebereich unterwegs war.

Während ein 51-jähriger Bergsportler schnell geborgen werden konnte und mit Unterkühlung sowie Knöchelverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert wurde, gestaltete sich die Suche nach den beiden anderen Mitgliedern der Gruppe als äußerst schwierig. Ein 31-jähriger US-Amerikaner wurde unter zwei Metern Schnee gefunden, während eine 40-jährige Frau aus Conegliano, die ebenfalls unter der Lawine begraben war, vom Lawinenhund aufspürt wurde. Beide wrden zwar wiederbelebt, verstarben jedoch später an ihren schweren Verletzungen.

Identität der Opfer

Die beiden verstorbenen Personen sind Elisa De Nardi, 40 Jahre alt, eine engagierte Alpinistin und Sekretärin in einer Anwaltskanzlei, sowie Abel Ayala Anchundia, 38 Jahre alt, gebürtig aus Ecuador und wohnhaft in Vittorio Veneto. Beide Tourengeher waren erfahren, jedoch waren die Wetterbedingungen am Unglückstag heikel, da erhöhte Lawinengefahr (Stufe 3) herrschte. Diese gefährlichen Bedingungen wurden verursacht durch frischen Schnee, hohe Temperaturen und schlechte Sichtverhältnisse, bestätigte Südtirol News.

Andrea De Nardi, der Bruder von Elisa, war ebenfalls Teil der Gruppe, konnte aber rechtzeitig geborgen werden und ist aus Lebensgefahr. Die Bergungsmaßnahmen gestalteten sich aufgrund des schlechten Wetters als langwierig und schwierig, weshalb in dieser Saison bereits mehrere Lawinenunfälle in den Alpen gemeldet wurden. Experten verweisen auf eine hohe Anzahl an Wintersportlern sowie gefährliche Wetterbedingungen als mögliche Mitverursacher der Unfälle.

Erweiterte Lawinengefahr in den Alpen

Zusätzlich zu diesem tragischen Vorfall gab es am selben Tag in den italienischen Alpen mehrere weitere Lawinenabgänge, die Verletzte forderten. Diverse Tourengeher erlitten zum Teil schwere Verletzungen. In Trentino wurden zwei 32-jährige Tourengeher von einer Lawine erfasst und mussten mit Beinfrakturen gerettet werden. Auch aus dem Susatal nördlich von Turin wurden ähnliche Berichte von Lawinenunfällen gemeldet.

Experten warnen aktuell vor der erheblichen Lawinengefahr im gesamten Alpenraum. Gemäß PNP wird empfohlen, von Unternehmungen im winterlichen Gebirge abzusehen. Insbesondere an Orten mit Neuschnee und starken Winden ist das Risiko sehr hoch. Die bayerischen Behörden berichten von passenden Wetterverhältnissen, die die Gefahr von Lawinen deutlich verstärken.

Das Unglück am Giau-Pass hat die Bergsportgemeinschaft erschüttert und verdeutlicht die Bedeutung, sich bei geplanten Touren stets über die aktuellen Wetter- und Lawinenbedingungen zu informieren und diese zu respektieren. Die Herzen derjenigen, die in den Dolomiten tätig waren, sind bei den betroffenen Familien dieser tragischen Unfälle.