Am Donnerstag, dem 20. März 2025, wird in Germendorf, einem Stadtteil von Oranienburg, eine 50 kg schwere Weltkriegsbombe gesprengt. Diese amerikanische Bombe, die mit zwei mechanischen Aufschlagzündern ausgestattet ist, wurde im Rahmen einer nicht systematischen Kampfmittelsuche entdeckt. Die Stadt Oranienburg gab bekannt, dass ab 11 Uhr ein Sperrkreis um den Fundort eingerichtet wird, der für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Sicherheitskräfte werden den Bereich absichern und die Feuerwehr wird zur Luftüberwachung mit einer Drohne eingesetzt. [maz-online.de] berichtet, dass der Tier- und Freizeitpark Germendorf nicht von den Maßnahmen betroffen ist, jedoch einige Gewerbetreibende im unmittelbaren Umfeld in den Sperrkreis einbezogen werden.

Die Sprengung ist für 12 Uhr geplant, und es wird angenommen, dass der Sperrkreis gegen 12:30 Uhr wieder aufgehoben werden kann. Seit dem Jahr 1990 ist dies bereits die 234. Bombe, die in Oranienburg aus dem Boden entfernt werden muss. Historische Hintergründe zeigen, dass die Stadt während des Zweiten Weltkriegs stark bombardiert wurde, insbesondere wegen der Waffen- und Chemiefabriken. Laut Schätzungen liegen noch etwa 250 Blindgänger im Boden, viele davon mit chemischen Langzeitzündern. [rbb24.de] hebt hervor, dass die Stadt im vergangenen Jahr bereits stärkere Unterstützung vom Bund bei der Bergung von Kampfmitteln gefordert hat.

Sicherheitsmaßnahmen und Schutzvorkehrungen

Für die Dauer der Maßnahme werden Schutzmaßnahmen empfohlen, insbesondere für die Tiere im Tierpark von 11:00 Uhr bis etwa 12:30 Uhr. Der zusätzliche Einsatz von Technologien zur Kampfmittelortung, wie geophysikalischen Verfahren, ist von großer Bedeutung. Diese Verfahren können helfen, potenzielle Gefahrstoffe im Boden zu entdecken, bevor Bauvorhaben oder ähnliche Aktivitäten beginnen. [bfr-kmr.de] erläutert, dass sowohl passive als auch aktive Verfahren verwendet werden, um Störkörper im Erdmagnetfeld zu identifizieren.

Passive Verfahren messen Veränderungen im Erdmagnetfeld, während aktive Verfahren elektromagnetische Felder erzeugen. Bei der Suche nach Kampfmitteln müssen Faktoren wie Art, Herkunft, Größe und die möglichen Störkörper im Untergrund berücksichtigt werden. Unter anderem können unterirdische Leitungen oder Kabel in städtischen Gebieten Sondierungsergebnisse beeinflussen, was die Herausforderung bei der Kampfmittelortung zusätzlich erhöht.