In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam es zu einem dramatischen Großfeuer in Gudow, Herzogtum Lauenburg, das den Einsatz von zahlreichen Feuerwehrkräften erforderte. Bereits um 00:45 Uhr war der erste Notruf in der Einsatzzentrale eingegangen. Augenzeugen berichteten von riesigen Flammen und einem „roten Himmel“ über dem Bannauer Moor. Hunderte Strohballen, die in zwei nebeneinanderliegenden Strohlagern gelagert waren, standen in Flammen, was die Löscharbeiten erschwerte.
Die Feuerwehr wurde durch etwa 60 freiwillige Helfer der Feuerwehren Gudow, Lehmrade und Mölln unterstützt. Einsatzleiter Marc Eggert bestätigte die Herausforderungen bei der Wasserversorgung zu Beginn der Löscharbeiten. Zunächst gab es Probleme bei der Bereitstellung von Wasser, doch die Wasserversorgung konnte schließlich über Hydranten und eine Beregnungsanlage sichergestellt werden. Unterstützung erhielt die Feuerwehr auch durch eine Löschkanone der Möllner Feuerwehr, die Wasser und Schaummittel abgab.

Komplizierte Löscharbeiten

Trotz intensiver Löschversuche breiteten sich die Flammen weiter aus. Um Glutnester zu löschen, wurde ein Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) alarmiert, und schweres Räumgerät, ein Radbagger, angefordert, um die Strohballen auseinanderzuziehen. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Morgensonne hin und wurden bis zum Mittag fortgesetzt. Insgesamt konnte das Feuer erst Stunden nach dem ersten Alarm abgeschaltet werden.
Glücklicherweise wurden keine Verletzten gemeldet. Der Schaden bleibt vorerst unklar, doch die Polizei hat derweil Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und prüft, ob die Strohballen möglicherweise vorsätzlich in Brand gesetzt wurden.

Brandstatistik und Feuerwehrarbeit

Dieser Vorfall ist nicht nur lokal von Bedeutung, sondern passt auch in einen größeren Kontext der Brandstatistik. Der aktuelle Bericht № 29 des CFS CTIF, veröffentlicht im Jahr 2024, analysiert die Brandstatistik für das Jahr 2022 und bietet umfassende Daten zu Feuerwehreinsätzen weltweit. In diesem Bericht werden die Brände in 57 Ländern, die Anzahl der Brände in 81 Ländern und Brandopfer in 74 Ländern dokumentiert. Ein Kapitel widmet sich speziell den Waldbränden, was angesichts der aktuellen Globalen Erwärmung von Bedeutung ist. Diese Statistiken sind eine wichtige Ressource, um globale Feuerwehrtrends zu verstehen und den Schutz von Menschenleben zu verbessern.
Die Ereignisse in Gudow erinnern daran, wie essenziell die Arbeit der Feuerwehren ist, die auch in schwierigen Situationen unermüdlich für die Sicherheit der Bevölkerung kämpfen.