Ein neues Feuer, das Hughes-Feuer, brach am vergangenen Mittwoch nördlich von Los Angeles aus. Innerhalb von weniger als einem Tag verbreitete sich das Feuer über rund 40 Quadratkilometer Wald und Gebüsch in der Nähe des Castaic Lake. Feuerwehrsprecher Jeremy Ruiz berichtete, dass die Ausbreitung der Flammen in der Nacht gestoppt werden konnte, nachdem bis etwa 3 Uhr morgens Löschhubschrauber Wasser abgeworfen hatten. Der Brand wurde bis zum Donnerstag zu 14 Prozent eingedämmt. Für mehr als 50.000 Menschen wurden Evakuierungsanordnungen oder -warnungen herausgegeben.

Die aktuellen Bedingungen sind angespannt, da Teile der Interstate 5 in der Nähe des Hughes-Feuers wieder geöffnet wurden, jedoch weiterhin Warnungen wegen hoher Brandgefahr bestehen. In der Region war eine Warnung aktiviert, da starke Winde die Brandgefahr erhöhen. Glücklicherweise waren die Windböen, die das Feuer beeinflussten, schwächer als bei den vorherigen großen Bränden wie dem Eaton- und Palisades-Brand.

Verlauf der Brandbekämpfung

Die Einsätze gegen die Eaton- und Palisades-Feuer, die schon seit drei Wochen wüten, dauern nach wie vor an. Der Palisades-Brand wurde inzwischen zu 72 Prozent gelöscht, während das Eaton-Feuer bereits zu 95 Prozent eingedämmt ist. Trotz dieser Fortschritte kosteten die beiden Brände mindestens 28 Menschen das Leben und zerstörten mehr als 14.000 Gebäude. Der versicherte Schaden wird auf mindestens 28 Milliarden Dollar geschätzt. Die Feuerwehr hat Löschflugzeuge und -hubschrauber eingesetzt, die Zehntausende Liter Löschmittel abwarfen.

Wie fire.ca.gov berichtet, laufen derzeit Mop-up-Operationen rund um die Brandränder, während die Evakuierungsmaßnahmen für über 570 Personen in sechs Notunterkünften abgeschlossen wurden. Southern California Gas hat den Service für mehr als 5.100 Gebäude wiederhergestellt. Zudem wird die Wasserversorgung im Foothill Municipal Water District bis zum Wochenende vollständig unter Druck gesetzt, aber zwei Wochen Tests sind notwendig, bevor die „Nicht-Trink“-Ordnung aufgehoben werden kann.

Wetterbedingungen und Herausforderungen

Waldbrandexperte Ulrich Cimolino beschreibt die Herausforderungen, denen die Feuerwehr in Kalifornien gegenübersteht. Die Santa-Ana-Winde, die Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h erreichen können, stellen eine erhebliche Gefahr dar. Die aktuellen Wettervorhersagen sagen jedoch nur Windgeschwindigkeiten von maximal 80 km/h voraus, was die Situation etwas entspannt. Dennoch führt die Kombination aus starken Winden und trockenen Bedingungen zu einer schnellen Ausbreitung der Brände, was die Löscharbeiten erschwert.

Die Feuerwehr bittet um Verständnis für die Kontrollen während der Evakuierungen, wobei Schwierigkeiten entstehen, wenn Straßen blockiert sind. Trotz der heftigen Brände wurden bislang nur fünf Todesopfer gemeldet, was auf die effektiven Maßnahmen der Feuerwehr hinweist. Lösungen zur Brandvermeidung und Aufklärung in der Bevölkerung sind ebenfalls Themen, die angesprochen werden müssen, da viele Empfehlungen nicht immer befolgt werden.

Die Brandbekämpfungseinheiten von Los Angeles sind gut ausgestattet und erhalten Unterstützung aus anderen Bundesstaaten. tagesschau.de hebt hervor, dass die Feuerwehr weiterhin nach Wegen sucht, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und besser auf die Herausforderungen vorbereitet ist. In den kommenden Tagen sind mögliche Verbesserung der Wetterbedingungen in Sicht, die Hoffnung auf Entspannung bringen könnten.