Am 15. März 2025 wurde die Feuerwehr in Jarmen um 15.45 Uhr zu einem Einsatz alarmiert. Dicke Rauchwolken zogen östlich der Stadt in Richtung Peenetal hinter der Autobahn 20 auf. Bei ihrem Eintreffen entdeckten die Einsatzkräfte einen großen Ödlandbrand, der mehrere tausend Quadratmeter abgetrockneter Vegetation in Asche verwandelte. Eine Flammenwand von knapp hundert Metern Länge bewegte sich bedrohlich in Richtung des Aldi-Zentrallagers, das etwa 90 Filialen im Nordosten Deutschlands beliefert. Glücklicherweise konnte die Feuerwehr die Situation schnell unter Kontrolle bringen. Windstille an diesem Nachmittag verhinderte ein schnelleres Vordringen des Brandes und erleichterte die Löscharbeiten.
Rund 20 Kameraden aus Jarmen sowie Löschgruppen aus Plötz und Daberkow waren an dem Einsatz beteiligt. Die Feuerwehr setzte dabei verschiedene Geräte ein, darunter Feuerpatschen, Strahlrohre und spezielle Ausrüstung, die nach einem Besuch in den USA zur Verwendung kam.
Waldbrandrisiken in Deutschland
Eine Analyse der Brandursachen zeigt, dass menschliches Handeln, inklusive Brandstiftung und Fahrlässigkeit, für rund 40 % der Waldbrände verantwortlich ist. Dabei ist unsachgemäßes Verhalten von Waldbesuchern oft der Auslöser. Über 54 % der fahrlässigen Fälle werden durch Unachtsamkeit hervorgerufen. Es wird empfohlen, Nadelbaummonokulturen in Mischwälder mit hohem Laubholzanteil umzubauen, um eine vorbeugende Maßnahme gegen Waldbrände zu ergreifen.
Die Bedeutung der Brandbekämpfung
Die Brandbekämpfung hat weitreichende Implikationen. Waldbrände setzen bedeutende Emissionen frei, die die menschliche Gesundheit beeinträchtigen können, darunter Feinstaub und Treibhausgase. Im Jahr 2022 wurden durch Waldbrände etwa 0,28 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente emittiert. Zugleich können Waldbrände, durch die Schaffung ökologischer Nischen, auch positive Auswirkungen auf die Biodiversität haben.
Die Jarmener Feuerwehr hat mit ihrem raschen Einsatz bei dem Ödlandbrand einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Umgebung geleistet. Durch die Bereitstellung eines gut organisierten und ausgerüsteten Löschteams konnte ein Übergreifen des Feuers auf das Aldi-Zentrallager verhindert werden. Diese Einsätze sind ein Spiegelbild der Herausforderungen, mit denen Feuerwehren in Zeiten zunehmender Waldbrandgefahr konfrontiert sind.
Weitere Informationen über die Brandursachen und deren Auswirkungen auf die Umwelt finden Sie in den Berichten von Nordkurier, Feuerwehr Pasewalk und Umweltbundesamt.