Die Stadt Wildeshausen hat beschlossen, das Projekt „Digitale Erlebniswelt“ künftig stark zu unterstützen. Mit einer Förderzusage von 24.000 Euro sichert die Stadt die Zukunft dieser wichtigen Einrichtung bis Ende 2026. Diese Mittel werden vor allem zur Deckung der Kaltmiete verwendet, wodurch die Volkshochschule (VHS), die die „Digitale Erlebniswelt“ an der Westerstraße betreibt, eine zusätzliche finanzielle Grundlage erhält.
Die Entscheidung zu dieser Förderung kam nicht ohne Schwierigkeiten. Ursprünglich hatte der Finanzausschuss in einer nichtöffentlichen Sitzung keine Mehrheit für den Zuschuss gefunden. Der Druck durch die Fraktion „Pro Wildeshausen“ führte jedoch zu einer Umkehrung der Entscheidung, was dem Projekt nun eine neue Perspektive verleiht.
Hintergrund und Herausforderung
Die „Digitale Erlebniswelt“ wurde vor etwa drei Jahren eröffnet und erhielt ab Beginn auch Landesmittel. Doch aufgrund der finanziellen Herausforderungen, die die VHS seit der COVID-19-Pandemie geprägt haben, war die Zukunft des Projekts bis vor Kurzem unsicher. Die VHS hatte im Jahr 2023 ein erhebliches Defizit hinnehmen müssen, das aus gestiegenen Kosten und den Nachwirkungen der Pandemie resultierte. In diesem Jahr wurden die städtischen Zuschüsse bereits aufgestockt, um die Situation zu entschärfen.
Aktuell wird die „Digitale Erlebniswelt“ donnerstags von 10 bis 12 Uhr sowie jeden letzten Samstag im Monat von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Aufgrund begrenzter finanzieller Mittel mussten die Öffnungszeiten zeitweise eingeschränkt werden. Zudem sind kostenfreie Beratungsgespräche zur Nutzung von Smartphone-Apps, 3D-Druckern, Künstlicher Intelligenz und Videoaufnahmen möglich, jedoch nur nach vorheriger Absprache.
Die VHS plant, eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst einzurichten, um die Öffnungszeiten zu erweitern und somit mehr Besuchern Zugang zu den digitalen Angeboten zu ermöglichen. Das durchschnittliche Besucheraufkommen schwankt zwischen 40 und 100 Personen pro Woche, und es sind bereits Kooperationsveranstaltungen mit Schulen in Planung.
Digitale Bildungsförderung und Zukunftsperspektiven
Im Kontext der Digitalisierungsinitiativen wird der Digitalpakt 2.0, beschlossen am 13. Dezember 2024, zunehmend relevant. Dieser zielt darauf ab, Schulen mit neuen Geräten, verbesserten Lernangeboten und der nötigen Infrastruktur auszustatten. Mit einem Investitionsvolumen von 6,5 Milliarden Euro fördert der Bund die digitale Entwicklung an Schulen durch Hardware- und Netzwerkinvestitionen. Die Notwendigkeit digitaler Lernformen wurde durch die COVID-19-Pandemie verstärkt, was den Fokus auf die pädagogischen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler lenkt.
Die „Digitale Erlebniswelt“ in Wildeshausen passt somit wunderbar in den Rahmen dieser übergreifenden Digitalisierungsstrategie, die Chancengerechtigkeit durch verbesserte Infrastruktur anstrebt. Schülerinnen und Schüler können mit intelligenten Tools lernen, die ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen. Auch länderübergreifende Innovationsprojekte zur Entwicklung von digitalen Bildungsmedien werden gefördert, was die Relevanz der örtlichen Erlebniswelt weiter steigert.
Insgesamt zeigt sich, dass die Stadt Wildeshausen mit der Unterstützung der „Digitalen Erlebniswelt“ nicht nur ein wichtiges Projekt langfristig sichert, sondern auch zur Stärkung der digitalen Bildung in der Region beiträgt. Für weitere Informationen über die digitalen Angebote der VHS Wildeshausen besuchen Sie bitte die Webseite vhs-wildeshausen.de.
Für zusätzliche Einblicke in den Digitalpakt und seine Auswirkungen, einschließlich der jährlichen Statuskonferenzen und der Fortschrittsberichte, können Sie bmbf.de besuchen.
Kreiszeitung berichtet zudem über die jüngsten Entwicklungen in Wildeshausen.