Im Aostatal fand kürzlich das erste Treffen der Projektgruppe SKYSS statt, ein europäisches Projekt, das innovative Lernumgebungen für die Umweltbildung der Zukunft entwickelt. Die Katholische Universität (KU) bringt ihre fachliche Expertise im Bereich Service Learning ein, einer Lehr- und Lernform, bei der Lernende in gemeinnützigen Projekten theoretisches Wissen in der Praxis anwenden. Besonders berücksichtigt wird dabei das Konzept der Biophilia, das von Edward O. Wilson geprägt wurde und die emotionale Affinität des Menschen zur Natur beschreibt.
Ein zentrales Anliegen von SKYSS ist die Integration digitaler Tools und des Metaverse in die neuen Lernumgebungen. Ziel ist es, die Nutzung digitaler Technologien im Unterricht sichtbar zu machen. Die Projektpartner bilden sich hierzu in drei Themenbereichen fort und entwickeln sowie reflektieren Unterrichtsszenarien. Öffentlichkeitsarbeit und Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte sind ebenfalls Teil des Projekts, um die gewonnenen Erkenntnisse zu verbreiten. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wie Heterogenität im Klassenzimmer, digitale Transformation, Biodiversitätsverluste, Klimawandel und bürgerschaftliches Engagement, werden dabei adressiert.
Innovative Unterrichtsprojekte
Eines der Beispielprojekte innerhalb von SKYSS sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler Blattsilhouetten von Bäumen mit CAD-Software programmieren, fräsen und anschließend mit 3D-Druckern herstellen. Diese künstlichen Blätter sollen als Infotafeln in der Gemeinde und im Wald aufgestellt werden. Durch dieses Projekt erlernen die Lernenden Artenkenntnis, wenden ihr Wissen an und teilen dieses mit der Gemeinschaft. Das Ziel ist es, die digitalen Kompetenzen sowie die Gestaltungskompetenz der Schülerinnen und Schüler zu vertiefen. Zudem ist ein fortlaufender Evaluationsprozess zur Überprüfung der neuen Lernumgebungen geplant, der von der KU koordiniert wird.
Der offizielle Projektstart von SKYSS war Ende Oktober 2024. Im Januar 2025 kam es in Verrès im Aostatal zu einem persönlichen Treffen der Projektpartner, das Workshops zu Biophilia und Schulungen zur Integration von Service Learning in den Unterricht beinhaltete. Regelmäßige Online-Treffen sind ebenfalls geplant, mit dem nächsten persönlichen Treffen nach Ostern in Polen. Die ersten Best Practice-Beispiele werden im Oktober 2025 in einer internationalen Online-Lehrerfortbildung vorgestellt.
Digitalisierung im Bildungsbereich
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Projektgruppe ist der Fortschritt in der Digitalisierung innerhalb des Erasmus+-Programms. Die European Student Card Initiative zielt darauf ab, die Verwaltung der Mobilität zu vereinfachen und das mobile Studentenerlebnis zu verbessern. Ein Aktionsplan zur Digitalisierung von Lernvereinbarungen soll bis 2025 95% der Vereinbarungen digital abschließen. Diese Maßnahmen sind Teil eines größeren Plans zur Verbesserung der internen Verfahren innerhalb der Erasmus+-Gemeinschaft. Der aktuelle Durchschnitt zur Digitalisierung von Lernvereinbarungen bei Institutionen mit der Erasmus Charter for Higher Education (ECHE) liegt bereits bei 52%.
Der Fortschritt ist das Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung der gesamten Gemeinschaft, um die Digitalisierung voranzutreiben. Durch fortlaufende Unterstützung und Outreach-Aktivitäten, darunter Workshops und nationale ESCI-Tage, wird den Institutionen geholfen, die Herausforderungen zu meistern. Dies ist unerlässlich, um die Vorteile der Digitalisierung im nächsten Erasmus+-Programmzeitraum ab 2027 effizient zu nutzen.
Pädagogische Hochschulen im digitalen Wandel
Die PH Zürich spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung innovativer Lehr- und Lernformen für alle Bildungsstufen, mit einem besonderen Fokus auf die digitale Transformation. In Zusammenarbeit mit Schulen, anderen Hochschulen und Wirtschaftspartnern arbeitet die PH Zürich an verschiedenen Digitalisierungsprojekten. Ihre übergeordnete Strategie für die Jahre 2022 bis 2025 ist unter dem Claim „Gemeinsam bilden. Zukunft gestalten.“ zusammengefasst, und umfasst Forschungsprojekte zum digitalen Wandel in der Bildung sowie Weiterbildungsangebote zu digitalen Themen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl SKYSS als auch die Digitalisierungsinitiativen innerhalb des Erasmus+-Programms und die Projekte der PH Zürich entscheidende Schritte in der modernisierten Bildung darstellen. Durch innovative Ansätze und die Integration digitaler Technologien wird versucht, die Bildungslandschaft nachhaltig zu verändern und den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden.
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