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Pflanzliche Lebensmittel müssen billiger werden – Experten fordern Reform!

Forschende der Universitäten Greifswald und Nürnberg sowie der Tollwood GmbH fordern anlässlich des Abschlusses des HoMaBiLe-Projekts in München, dass pflanzliche Lebensmittel drastisch günstiger werden müssen, um Umwelt- und Sozialkosten zu senken – ein wichtiger Schritt für die Zukunft unserer Ernährung und des Planeten!

Forschende des Projekts HoMaBiLe, das von der Universität Greifswald und der Technischen Hochschule Nürnberg geleitet wird, präsentierten in einer Pressekonferenz die Ergebnisse ihrer dreijährigen Studie, die sich mit den tatsächlichen Kosten der Lebensmittelproduktion befasst. Laut Professor Dr. Tobias Gaugler ermittelte das Team erstmals die Umwelt- und Sozialfolgekosten und stellte fest, dass pflanzliche Produkte deutlich weniger Ausgaben verursachen als tierische. Das Projekt fordert, pflanzliche Lebensmittel preiswerter zu machen, indem die Mehrwertsteuer gesenkt wird, während tierische Produkte höher besteuert werden sollten. In einer einzigartigen Aktion wurden im August in über 2.000 Penny-Filialen neun Produkte zum „wahren Preis“ verkauft, was ein öffentliches Bewusstsein für die tatsächlichen Kosten unserer Ernährung schuf.

Das HoMaBiLe-Projekt zeigt auf, dass Verbraucher:innen häufig nicht bereit oder in der Lage sind, die echten Lebensmittelpreise zu zahlen. Die Forschenden appellieren an die Politik, günstigere Bedingungen für nachhaltige Lebensmittel zu schaffen und umweltschädliche Produkte teurer zu machen. Die Implementierung von Unterstützungsprogrammen zur Förderung einer pflanzenbetonten Ernährung in Kitas und Schulen wird ebenfalls gefordert. Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit für politische Maßnahmen, die sowohl Umwelt- als auch Gesundheitskosten in Betracht ziehen, um eine nachhaltige Versorgung in der Zukunft sicherzustellen, so die Stimmen der Projektleiter. Weitere Informationen finden sich in einem aktuellen Artikel auf www.tollwood.de.