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Stromtrassen-Probleme in Bockhorn: Landrat Ambrosy fordert Lösung

Im Planungsausschuss des Landkreises Friesland hat Landrat Ambrosy Tennet dazu gedrängt, eine Alternativplanung für die geplante 380-kV-Leitung vorzulegen, die durch eine Bockhorner Wohnsiedlung führen soll. Dieses Großprojekt mit dem Titel „Wilhelmshaven bis Conneforde“ betrifft auch Bockhorn, da Tennet beauftragt wurde, eine neue 380-kV-Stromtrasse zu errichten, um eine bestehende 220-kV-Leitung zu ersetzen. Ein Problem für die Anwohner in Bockhorn ist, dass ein Mast in der Wohnsiedlung Am Urwald erhöht werden soll, was zu Unmut in der Bevölkerung führt. Die Gemeinde unterstützt diese Bedenken, ebenso wie die Bürgerinitiative „Bockhorn unter Hochspannung“ und Bürgermeister Thorsten Krettek, die ihre Position im Planungsausschuss darlegten.

Um eine Lösung für das „Nadelöhr Bockhorn“ zu finden, betonte Landrat Ambrosy während einer Diskussionsrunde, dass Tennet aufgefordert werden soll, eine Alternativplanung in Betracht zu ziehen. Einhellig entschied sich der Planungsausschuss des Landkreises dafür, direkt auf die Geschäftsführung von Tennet zuzugehen und die Bildung einer Arbeitsgruppe zu diesem Thema zu fordern. Diese Arbeitsgruppe, bestehend aus Planern des Landkreises und Tennets Planern, soll die Möglichkeiten im Bereich des Nadelöhrs ausloten. Ambrosy zeigt sich optimistisch, dass es eine Lösung gibt, um die Leitung aus dem Wohngebiet herauszuholen, indem der Trassenverlauf nach Westen verlegt wird, entlang des Randgebiets zum Neuenburger Urwald.

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Obwohl Tennet juristische Gründe und Konflikte aufseiten der besorgten Bürger auf der westlichen Seite anführt, hält der Landkreis Friesland das Problem für lösbar. Eine Pufferzone am Rand des Neuenburger Urwalds könnte die Möglichkeit bieten, eine Stromtrasse zu errichten. Der Landrat betonte zudem, dass Friesland Ausnahmeregelungen geschaffen habe, um Infrastruktur in Schutzgebieten zu ermöglichen, wobei der Schutz des Menschen in diesem Fall höchste Priorität hat. Trotz Zeitdrucks für das Bauprojekt ab 2027 und der Inbetriebnahme bis 2029, sieht Ambrosy die Gründung einer Arbeitsgruppe als mögliche Zeitersparnis. Eine Klage würde Zeit kosten, daher plädiert er für den Versuch einer Lösung durch die Arbeitsgruppe, um das Kernanliegen des Schutzes der Bevölkerung zu wahren.

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