Vorfall | Sonstiges |
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Ort | Emmerthal |
Das Atomkraftwerk Grohnde, das seit Ende 2021 abgeschaltet ist, steht im Mittelpunkt aktueller Diskussionen über eine mögliche Wiederinbetriebnahme. Eine Analyse der Radiant Energy Group, die von der Initiative Nuklearia verbreitet wurde, hebt hervor, dass die Rückkehr zur Kernenergie nicht ausgeschlossen ist und wirtschaftlich sinnvoll sein könnte. Laut der Studie könnte Grohnde, zusammen mit anderen Reaktoren, bis Ende 2028 wieder ans Netz gebracht werden, unter der Bedingung, dass der Rückbau sofort gestoppt wird. „Die entscheidende Hürde ist der politische Wille, nicht die Technik“, erklärt Rainer Klute, der Vorsitzende von Nuklearia, und fordert ein sofortiges Moratorium für den Rückbau der stillgelegten Anlagen, wie Dewezet berichtet.
Rückbau genehmigt
Währenddessen hat das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz die erste Stilllegungs- und Abbaugenehmigung für Grohnde erteilt. Umweltminister Christian Meyer bezeichnete dies als einen wichtigen Schritt im Rahmen des beschlossenen Atomausstiegs. „Atomkraft ist in Deutschland Geschichte“, so Meyer. Die Betreiberin Preussen Elektra hat bereits im Jahr 2017 die ersten Genehmigungen für den Rückbau beantragt, und der Rückbau soll bis 2037 abgeschlossen sein. Diese Informationen wurden von Niedersachsen.de bestätigt.
Die Differenz zwischen den Forderungen nach Wiederinbetriebnahme und den handfesten Schritten des Rückbaus zeigt die gespaltene Lage. Preussen Elektra bleibt dabei, dass eine Zukunft für Kernenergie in Deutschland nicht existent ist und das Werk systematisch zurückgebaut wird. Auch wenn einige politische Kräfte eine Rückkehr zur Atomkraft fordern, sieht das Umweltministerium eine Rückkehr als unverantwortlich an und weist auf die unzureichende Klärung der Atommüllfrage hin, die das Land beschäftigt.
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